Wie können digitale Assistenzsysteme Menschen mit Beeinträchtigungen im Arbeitsalltag unterstützen?
Diese Frage stand im Mittelpunkt des Netzwerktreffens des Deutschen Assistenzsystem- und Automatisierungs-Clusters (DAAAP), das am 27. und 28. März 2025 in der Rhein-Mosel-Werkstatt in Koblenz stattfand. Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Werkstätten in ganz Deutschland tauschten sich über neueste Entwicklungen und Chancen digitaler Hilfsmittel aus.
Eine besondere Neuerung war eine Hausmesse, auf der Hersteller smarte Steuerungssysteme, digitale Kommunikationshilfen und barriereabbauende Softwarelösungen präsentierten. Praxisbeispiele zeigten, wie diese Technologien erfolgreich in Werkstätten und Inklusionsbetrieben eingesetzt werden können.
Dörte Schall, Ministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung in Rheinland- Pfalz, eröffnete die Veranstaltung und betonte: „Technik muss sich den Menschen anpassen, nicht umgekehrt.“
Auch Frank Mehnert, Geschäftsführer der Rhein-Mosel-Werkstatt, hob die Bedeutung dieses technologischen Wandels hervor: „Wir stehen an einem Wendepunkt, der so bedeutsam ist wie die Erfindung der Dampfmaschine. Künstliche Intelligenz und Robotik bieten enorme Chancen für Menschen mit Beeinträchtigungen.“
Neben Fachvorträgen wurde das Netzwerktreffen von intensiven Diskussionen geprägt. Auch die Universität Aachen sowie weitere Anbieter stellten innovative Assistenzsysteme vor. Ministerin Dörte Schall unterstrich die Relevanz des Austauschs: „Dieses Feld bietet riesige Chancen. Wir werden alles daransetzen, diese Entwicklung positiv zu gestalten.“
Die zweitägige Veranstaltung setzte ein starkes Zeichen für die Zukunft der Digitalisierung in der inklusiven Arbeitswelt.
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