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Neue Perspektiven einnehmen, mehr Teilhabe ermöglichen:

Am 22. September heißt es zum 5. Mal Schichtwechsel. Die RMW-Koblenz ist erstmals bei dem bundesweiten Aktionstag dabei.

Unser Team: Schichtwechsel 2022

Schichtwechsel

Dann tauschen Menschen mit Behinderungen für einen Tag ihren Arbeitsplatz mit Menschen ohne Behinderungen. Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen erhalten so die Gelegenheit, in einem Unternehmen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten. Mitarbeitende aus diesem Unternehmen lernen im Gegenzug den Arbeitsalltag von Menschen mit Behinderungen in Werkstätten kennen. Mit der Arbeitsagentur Koblenz hat die Rhein-Mosel-Werkstatt einen Partner gefunden, zu dem die Werkstatt seit vielen Jahren ein sehr partnerschaftliches Verhältnis pflegt.

An diesem Aktionstag beteiligen sich in diesem Jahr so viele Werkstätten und Unternehmen wie noch nie zuvor, mehr als 70 Werkstätten aus 15 Bundesländern. „Der Schichtwechsel ist für die Teilnehmenden beider Seiten eine wertvolle Erfahrung“, stellt Michaela Steffens, die Vorsitzende des Werkstattrates der Rhein-Mosel-Werkstatt fest.

„Er fördert Offenheit und ein besseres Verständnis für die jeweils andere Arbeitswelt und ermöglicht den Mitarbeitenden aus den Unternehmen Begegnungen mit Menschen mit Behinderungen, die in ihrem Arbeitsalltag bisher eher selten sind.“

Dass es Werkstätten für behinderte Menschen gibt, ist den meisten Menschen bewusst. Was dort aber tagtäglich geleistet wird, ist den wenigsten bekannt. „Das wollen wir mit dem Schichtwechsel ändern“, erklärt Martin Berg, BAG - Vorsitzender. Den Mitarbeitenden aus Unternehmen ermöglicht der Aktionstag Einblicke in die Vielfalt der Produkte und Dienstleistungen der Werkstätten und sie können selbst an den vielseitigen Arbeitsprozessen mitwirken. Die Beschäftigten der Werkstätten wiederum schnuppern beim Schichtwechsel in Berufsfelder des allgemeinen Arbeitsmarkts und lernen ein Unternehmen für einen Tag näher kennen. Über das verbindende Thema „Arbeit“ schafft der Aktionstag Raum für neue Perspektiven und hilft, Vorurteile abzubauen.

Werkstätten für behinderte Menschen sind ein wichtiger Bestandteil des Systems der beruflichen Teilhabe in Deutschland. Sie ermöglichen Menschen, die wegen der Art oder Schwere ihrer Behinderungen nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, die Teilhabe am Arbeitsleben. „Welche Leistung Werkstätten für Menschen mit Behinderungen erbringen, können Arbeitnehmende aus Unternehmen beim Schichtwechsel persönlich erleben“, so Berg. „Und dass Werkstattbeschäftigte die Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt kennenlernen, ist für uns genauso entscheidend: Die teilnehmenden Betriebe bekommen einen Eindruck davon, wie die Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen gestaltet werden kann. Im besten Fall stößt der Schichtwechsel Überlegungen an, eine Inklusionsabteilung zu etablieren oder Menschen mit Behinderungen einzustellen.“


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