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Montage 10 ist eröffnet - Zukunftsweisender Schritt für die Werkstatt

Am 4. Oktober wurde in der Rhein-Mosel-Werkstatt in Koblenz die „Montage 10“ eröffnet. Dabei handelt es sich um mehr als einen neuen Arbeitsbereich.

„Hier bieten wir eine andere Form von Teilhabe am Arbeitsleben“, mit diesen Worten begrüßte Reiner Plehwe, Leiter Bildung und Rehabilitation den hausinternen Kreis geladener Gäste, bestehend aus Geschäftsleitung, Vertretungen des Werkstattrats und des Betriebsrats, vom Sozialdienst und nicht zuletzt den Hauptdarstellern – sechs Beschäftigte mit starken Einschränkungen oder hohem Unterstützungsbedarf. Betreut wird diese neue Gruppe von Conny Degler und Larissa Wall – „unsere Pioniergeister mit viel Herzblut.“ 


Betriebsleiter Dirk Schaal erläuterte in seiner Eröffnungsrede die Entstehung dieses Bereichs, der neben einem Arbeitsraum, eine großzügige Küche mit Sitzmöglichkeiten, einem Entlastungsbereich, ein Pflegebad und einen Snoezelraum zur Entspannung zu bieten hat. „Ein geschlossenes, durchdachtes Konzept, das 2019 im Rahmen unserer Unternehmensziele auf den Weg gebracht wurde.“ Dirk Schaal ist stolz auf diesen „wichtigen, zukunftsweisenden Schritt.“ Gemeinsam mit Katrin Klein und Lena Jordan vom zuständigen Sozialdienst arbeitete er in einer Dreier-AG an der Umsetzung dieses Konzeptes. Der Snoezelraum wurde bereits im Sommer letzten Jahres eröffnet, „es folgten pandemiebedingte Verzögerungen“, erläuterte Dirk Schaal, „aber jetzt sind wir so weit.“ 


Neben den bisher bewährten Arbeitsplätzen können nun spezielle Räumlichkeiten zu einer „anderen Teilhabe am Arbeitsleben“ angeboten werden. Bei der Einrichtung der Räumlichkeiten wurde auf ein, die Sinne anregendes Milieu geachtet. Sie bieten eine hohe Funktionalität und eine rollstuhlgerechte Ausstattung. „So können zukünftig die Förderschwerpunkte noch gezielter gesetzt werden.“ 
Michaela Steffens ergriff als Vertreterin des Werkstattrats das Wort: „Alle werden älter, die Erholungsphasen werden wichtiger und länger. Mit gefällt es unheimlich gut, dass für Mitarbeitende mit erhöhtem Pflegebedarf eine neue, individualisierte Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht wird.“ 
Schon in Kürze soll nach dem Start mit sechs Beschäftigten die Zahl der Plätze in der Montage 10 auf zwölf erhöht werden. „Die Werkstattszene muss die demografische Entwicklung berücksichtigen“, fasste Reiner Plehwe abschließend zusammen, „deshalb ist dieser neue Bereich ein Fingerzeig. Wir sind uns hier sicher, dass weitere Schritte in dieser Form in Zukunft eingeleitet werden müssen.“


Mehr Bedarf an Therapie, Pflege und Reizreduzierung geht mit der Entwicklung einher. „Hier kann gearbeitet werden, je nach Stärken und Schwächen, oder Tagesform – und zwar ohne Produktionsdruck.“ Arbeitsplätze werden auf die Bedürfnisse der Beschäftigten angepasst, zudem wird die Arbeitssituation durch entlastende und therapeutische Elemente aufgelockert. Mit der Eröffnung der „Montage 10“ erweitert die Rhein-Mosel-Werkstatt ihr Angebot und das Spektrum wird breiter, in einer modernen und doch nah am Menschen ausgerichteten Einrichtung. 
 


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