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Rhein-Mosel-Werkstatt arbeitet alternativ

Viel Geduld müssen derzeit die Mitarbeitenden der Rhein-Mosel-Werkstatt mitbringen, die in besonderen Wohnformen leben. Seit über drei Monaten können sie nicht in der Werkstatt tätig sein und vermissen die Arbeit und ihre Kolleginnen und Kollegen. Die Verantwortlichen der Außenstellen Kastellaun und Simmern sind nicht untätig.

In Zeiten der Corona-Pandemie sind flexible Lösungen und Organisationstalent gefragt. „Seit Beginn der Pandemie passen wir unsere Maßnahmen stets an die aktuellen Verordnungen an und steigern unsere Kapazität schrittweise. Dabei zieht das Personal mit viel Engagement mit“, so Betriebsleiterin Martina Altmaier.

Im Julius-Reuß-Zentrum besteht seit Juni eine ausgelagerte Arbeitsgruppe. Dafür

nutzt die Rhein-Mosel-Werkstatt Räumlichkeiten, die die Einrichtung zur Verfügung gestellt hat. Rita Masmann und Susanne Frank begleiten hier im Wechsel über 30 Mitarbeitende. Die Stimmung ist gut und die Motivation riesengroß.

Zeitgleich haben die ehemaligen Räume der Tagesstätte in Simmern eine neue Funktion bekommen. Hier begleitet Hartmut Förster eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitarbeitenden, die im Wohn- und Arbeitshof Niederburg wohnen. „Auch hier haben wir eine Lösung gefunden, Beschäftigung anzubieten, abgetrennt zu anderen Beschäftigten unserer Werkstatt.“

Neben den großen Gruppen kann die Werkstatt auch vorübergehend Heimarbeit anbieten und zur Haustür liefern.

„Viele Vorschriften sind mittlerweile aufgehoben. Wir müssen uns jedoch weiterhin streng an die Arbeitsschutzstandards halten“, sagt die Betriebsleiterin. Abstand, Hygienemaßnahmen und Maskenpflicht gehören zu einem neuen Alltag in der Werkstatt. Durch Abtrennungen aus Plexiglas konnten die Arbeitsplätze zwar nach und nach erweitert werden, allerdings besteht trotzdem nicht ausreichend Platz für alle. So wird ab August dort zeitversetzte Beschäftigung angeboten, wo dies notwendig ist. „Hierbei nehmen wir natürlich auf besondere Betreuungsbelange Rücksicht. Wir stecken mitten in den Vorbereitungen und arbeiten mit Hochdruck daran, künftig wieder alle Mitarbeitenden in unseren Betriebsstätten zu beschäftigen. Denn auch das gesamte

Personal freut sich darauf, wieder alle Personen in der Rhein-Mosel-Werkstatt zu sehen.“ Martina Altmaier und das gesamte Team arbeiten im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten in Richtung neuer Normalität.


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