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SPD Sozialausschussmitglieder zu Gast

Es ist ein anderer Alltag in der Rhein-Mosel-Werkstatt, seit die Türen im Mai schrittweise wieder geöffnet wurden. Diesen anderen Alltag erlebten Anfang August in der Hauptbetriebsstätte in Koblenz Manfred Bastian, Toni Bündgen und Dennis Feldmann, allesamt für die SPD im Sozialausschuss der Stadt Koblenz tätig.

SPD Sozialausschussmitglieder zu Gast„Wir wollten uns einen Eindruck verschaffen, zum einen vom Status Quo in Corona Zeiten und zum anderen von den baulischen Entwicklungen“, erklärte Manfred Bastian, Sozialpolitischer Sprecher der SPD Stadtratsfraktion. „Wir sind durch einen kürzlich veröffentlichten Artikel auf den neuen Bereich für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf aufmerksam geworden“, führte der erfahrene Kommunalpolitiker fort, der die Einrichtung schon lange kennt.

Für Toni Bündgen und Dennis Feldmann war es eine Premiere in der Ernst-Sachs-Straße in Koblenz. Beide zeigten sich sehr beeindruckt von der Vielfalt und der Größe der Werkstatt. „Ich habe viele neue Eindrücke gewinnen können“, hielt Toni Bündgen fest und Dennis Feldmann ergänzte: „Ich freue mich jetzt bereits auf weitere Besuche.“

Vorausgegangen war ein Rundgang, den Geschäftsführer Thomas Hoffmann, Betriebsstättenleiter Dirk Schaal und Michaela Steffens als Vertreterin des Werkstattrates moderierten. Neben zahlreichen Informationen lieferten die Gastgeber live Eindrücke von der Arbeit im Metallbereich, der Wäscherei und in einer Montagegruppe. Dirk Schaal hatte diese Route durch die Räumlichkeiten bewusst gewählt, „weil wir Teilhabe am Arbeitsleben bieten, die nicht über- und nicht unterfordert.“ Thomas Hoffmann ergänzte: „Wir haben einen zweigeteilten Auftrag. Die Eingliederung in und Teilhabe am Arbeitsleben zum einen. Zum anderen die Förderung, auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.“ Diesen Spagat leisten die Werkstattprofis über verschiedene Arbeitsbereiche. In der modern ausgestatteten Metallhalle wird für Großunternehmen aus der Region gefertigt. Die Wäscherei ist einer von mehreren Dienstleistungsbereichen mit Kontakt zum Endkunden. „Ich bin hier seit Jahrzehnten Kunde“, verkündete Manfred Bastian stolz. „In meiner langen Zeit als Unternehmer war ich hier schon mit der Dienstleistung zufrieden und mittlerweile im Ruhestand weiterhin als Privatier.“

In der Montagegruppe erlebten die Gäste ein anderes Bild. „Die Beschäftigten leisten das, was sie können. Dabei spielt auch schon mal die Tagesform oder der Gesundheitszustand eine Rolle“, erklärte Dirk Schaal, um zum Abschluss den neuen, nahegelegenen Arbeitsbereich für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf präsentieren. „Gezielte Entlastung, aber auch Stimulation der Sinne, sind hier das Ziel, das wir zum Beispiel in diesem neu errichteten Snoezelraum erreichen.“

Zum Abschluss des 90-minütigen Termins fand noch ein reger Austausch statt, der fortgeführt werden soll. Da waren sich beide Seiten einig. „Und wenn die Corona-Auflagen irgendwann wieder gelockert werden können, werden Sie hier auch noch mehr Freude und Herzlichkeit als heute erleben“, machte Dirk Schaal aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Denn der neue Alltag gefällt uns nicht wirklich, aber durch das tolle Miteinander aller Beteiligten im Haus bekommen wir es gut hin.“

Dementsprechend betonte das Gästetrio auch unisono, dass die positiven Eindrücke demnächst noch einmal gefestigt werden sollen.


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